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Auszüge: Es gab nur ein „Problem“, mein BMI (Body-Mass-Index) war zu hoch. Das bedeutet schlichtweg, dass ich für meine Größe zu schwer war. Nun muss man sich das mal vorstellen: Ich kam gerade in Topform aus meiner Sportlaufbahn als American Football Spieler, vollkommen durchtrainiert mit 90 Kilogramm bei 1.82 Meter, zum Einstellungstest der Polizei. In den USA spielte ich mit einem zukünftigen NFL Spieler (Darryl Pounds, Washington Redskins) in einem Team, spielte danach in der 1. Bundesliga, trainierte täglich Leichtathletik, Kraftsport und Football und da kommt dann auf einmal so ein Männchen im weißen Kittel daher und sagt mir, dass „es das gewesen wäre, weil ich zu fett bin“. Mir zwängte sich unwillkürlich der Gedanke auf, wann der jemals auch nur annähernd „fit“ gewesen sein wollte, um solche Urteile fällen zu können? Irgendein Geistesblitz veranlasste ihn jedoch dazu, mir gnädigerweise zu sagen, dass „der leitende Arzt aber noch einmal einen Blick auf mich werfen soll. Der wäre ja schließlich auch ein Sportfan.“ Also stand ich eine Stunde später in Unterhose vor Dr. Pratke, einem SEK-Arzt, den ich schon aus einer Reportage über das SEK aus dem Fernsehen kannte. Ich war unglaublich aufgeregt, aber er grinste nur. Ich fragte ihn: „Herr Doktor, was ist denn jetzt mit mir?“ Er grinste weiterhin und antwortete: „Herr K., wenn wir sie nicht nehmen würden, wen sollten wir dann nehmen?“
Kurze Zeit später sollte ich dann in den „Genuss“ des ersten Mitarbeitergesprächs mit einem Vorgesetzten kommen. [...] Das Gespräch fand im Dienstgruppenleiterbüro statt und Klaus mimte den verständnisvollen und fürsorglichen Vorgesetzten: Ein Hirte, der sein verloren gegangenes Schäfchen wieder behutsam der Herde zuführen wollte. Er vergaß nur dabei, dass ich niemals ein Schaf, sondern immer schon ein Wolf war. „Tim, also wir müssen mal über deine Beziehung zu diesem Thorsten Gartsch sprechen …“ Tenor war, dass er selbst und natürlich auch andere sich große Sorgen um mich machen würden. Ich könne schließlich ganz schnell in etwas „hineingeraten“ oder „ausgenutzt“ werden. Ich antwortete ihm: „Klaus, mach dir keine Sorgen, ich bin schon ein großer Junge und ich weiß was ich tue.“ Nach etlichen Warnungen und Verhaltenshinweisen verließ ich belustigt das Büro, da dieses Gespräch ziemlich krampfhaft war. Wie gesagt, Klaus mochte es nicht, sich mit Problemen innerhalb der Kollegenschaft auseinandersetzen zu müssen. Vielleicht war es ihm sogar egal, ob ich mit Thorsten verkehrte oder nicht. Aber er war die unterste Ebene und musste somit dieses Gespräch führen, egal ob er wollte oder nicht, egal wie seine persönliche Meinung dazu war. Und dieser Zwang bestimmte das Gespräch und belustigte mich. Jetzt aber mal im Ernst, was hatte ich denn gemacht und in was für Gefahren sollte ich hineingeraten? Ich war mit Thorsten Gartsch befreundet, wir hatten Spaß miteinander, grillten zusammen und fuhren Motorrad. Ja und? Schließlich gab es in diesem Land sogar verurteilte Straftäter, die Parteien leiteten und Führungsaufgaben im Staat innehatten. [...] Mittlerweile dauerte dieses Mobbing, das Geläster und das Ausgrenzen schon fast ein Jahr. Und was ich anfangs nicht für möglich gehalten hatte, war inzwischen eingetreten. Erste ernsthafte Folgen machten sich bemerkbar. Ich litt inzwischen an Schlafstörungen, die ich mit Unmengen von Tabletten erfolglos zu lindern versuchte. Es gesellten sich Übelkeit und Depressionen hinzu. Wenn ich an den Dienst dachte und an das Zusammentreffen mit den Kollegen, zog sich mir der Magen zusammen und alles sträubte sich dagegen. Wut, Hass und eine regelrechte Polizeiaversion hatten sich in mir breitgemacht. Ich verabscheute meine Uniform, den Anblick eines Streifenwagens und wenn ich Polizei im Fernsehen sah, musste ich umschalten.
Man muss sich nur einmal vor Augen führen: Eine junge Frau wird jahrelang von Familienmitgliedern einer kriminellen Sippschaft, die als Flüchtlinge auf Duldung in Deutschland und auf Kosten des Steuerzahlers leben, gequält, zwangsverheiratet, geschlagen, vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen. Endlich gelingt ihr die Flucht und sie hat gemeinsam mit ihrer Tochter die Chance auf ein neues und schönes Leben. Sie erhält Morddrohungen seitens des Clans und wendet sich ohnmächtig vor Angst hilfesuchend an die Polizei. Nicht einmal, nicht zweimal, sondern viele Male in Form von persönlichen Erscheinen als auch mehreren Telefonaten. Die Polizei nimmt keine Anzeige auf und leistet auch sonst keinerlei Hilfe oder Schutz. Die junge Frau wird vertröstet und mit ihrer Tochter im Stich gelassen. Kurzum, die Polizei verweigert ihr die Hilfe und somit verstößt sie gegen ihren gesetzlichen Auftrag.
Der Autor: Stationen: Polizist, SEK-Anwärter, Rocker, Häftling, widerstandsfähiger denn je und nunmehr frei, nach seinen Vorstellungen zu leben.
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